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Auf die Barrikaden..

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…ging es im April 2011. Zwei Beiträge zwischen zwei Buchdeckel. Ich habe hier ein Interview mit den Urbanautinnen zur Frage des öffentlichen Raums gemacht. Außerdem ist noch ein Artikel entstanden über alternative Öffentlichkeit am Beispiel eine Piratensenders, der mal in die Münchner Abendnachrichten funkte. Herausgegeben hat das Buch Zara Pfeiffer. Entstanden sind sehr viele spannende Artikel zum Thema Protest in München.

Zara Pfeiffer (Hg.): Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945. Im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Volk Verlag, April 2011

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Heilige Verknotungen neoliberaler Erfüllung

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Ein paar Worte vorne weg: Das ist ein Aufsatz, den ich bei den feministischen Studien eingereicht habe. Er ist nicht angenommen worden. Ich veröffentliche ihn hier, damit die Arbeit nicht umsonst war und weil mensch ja bekanntlich aus Fehlern lernt. Vielleicht hilft er Euch bei der Des-orientierung, wenn ihr mal was für die feministischen Studien schreibt. Außerdem noch ein paar Worte zum Yoga. Ich mache selbst sehr gerne Yoga, auch gerade deswegen habe ich versucht auch einmal kritische Seite an dem beliebten Tun zu artikulieren.

Yoga als Unterwerfungspraxis?

„Unser Naturzustand, unser Geburtsrecht ist es, in körperlicher und geistiger Entspannung zu leben – nur unser Lebenstempo ließ uns diese Tatsache vergessen. Wer diese Kunst der Entspannung beherrscht, besitzt den Schlüssel zu Gesundheit, Spannkraft und Seelenfrieden, denn Entspannung baut das ganze Wesen auf und weckt unglaubliche Energiereserven.“ (Sivananda Yoga Zentrum 1991, 23)

Yoga[1] entwirft sich als Muss für alle Gestressten. In Yoga-Zeitschriften finden sich u.a. Tipps, um Gewicht zu verlieren (vgl. Yoga aktuell, Ag. 5, 2010), postnatale Übungen „für Mutter und Kind“ (Yoga aktuell, Ag. 3, 2010, 40) und Ratschläge für die Freisetzung der „internen Ressourcen von Führungskräften“ (Yoga Journal, Ag. 3, 2010, 58). Yoga konzipiert sich als Antwort auf die Herausforderungen der gegenwärtigen Gesellschaft: Yoga verspricht „Mut und Stärke“ (Broome/Bozic 2006, Cover), die Bezwingung seelischer Schmerzen (vgl. Sivananda Yoga Zentrum 1991, 7) und einen gesunden Körper. Yoga arbeitet mit der Verlockung, Kraftressourcen zu mobilisieren und versteht sich als Anbieter alternativer Sinnzusammenhänge, die den Verlust bestimmter Werte und Führungen in der Moderne kompensieren sollen. Dabei offeriert Yoga nicht nur einen Markt an Effekten, sondern auch einen Markt an Yoga-Stilen: Es gibt Acro-Yoga, Flower-Yoga, Sonnen-Yoga, Tantra-Yoga, Swara-Yoga, Power-Yoga, Bikram-Yoga, Shivamukti-Yoga, Kundalini-Yoga, Kinder-Yoga, Lunch-Yoga oder Vini-Yoga.[2] Aus ökonomischer Perspektive macht diese Vielfalt Yoga nicht nur zu einer krisenresistenten Branche, weil sie ausgesprochen diversifiziert ist, sondern deutet auch einen universalen Anspruch an: Jeder Zielgruppe ihr Yoga. Weiterlesen

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Sophie Hunger 1983: Wärme durch Distanz

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Die polyglotte schweizer Musikwunder_in hat einen Nachfolger zum „Monday`s Ghost“ auf den Markt geworfen. Herausgetreten aus dem melancholischen Schleier begegnet uns in „1983“ (Sophie Hungers Geburtsjahr), eine souverän selbstbewusste Hunger: weniger Folk-Pop-Zerbrechlichkeiten, dafür mehr soulig düsterer Gospel und packende Funkrythmen. Mal anrührend düster wie „Leave me with the monkeys“, herb unkonventionell „Bitte sing mir ein Volkslied“ und stets individualitätskritisch mit „Your personal Religion“ oder medienskeptisch mit „Invisible.“ Weiterlesen

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