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Mit Zombies joggen…die Apokalypse für unterwegs

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created by theeerin

Es war keine freiwillige Entscheidung, aber dennoch sehr vernünftig. Mensch braucht nur die richtigen Freund_innen, die einen statt eines pädagogisch wertvollen Geburtstagsgeschenks, ein sinnvolles machen. Das ist jetzt ein Jahr her, 103 km sind heruntergerannt, Season eins ist erledigt und immer noch laufen mir nachts Zombies hinterher. Zombie Run ist ein App, für alle diejenigen unter Euch denen Runtastic oder Smart Runner alleine zu langweilig ist, die vielleicht einen Faible für Computer-Spiele haben oder noch besser: für Hörspiele.

Was ist das für ein App?
Die wissenschaftliche Rhetorik würde wahrscheinlich eine Gamification behaupten, ich sage mal es erinnert mich an ein sehr gut gemachtes Hörspiel, das die Popularität amerikanischer Serien beherzigt und die Individualität einer jeden Läufer_in. Die Geschichte: Kurz zusammengefasst: Die Menschheit wurde mal wieder von einem Virus dahingerottet, du stürzt mit dem Hubschrauber in Zombie-Gebiet ab und rennst in Richtung Überlebens-Insel “Abble Township” und ab sofort ist dein Name “Runner Number 5”. Ab dann dann darfst Du schöne Missions laufen und die Welt vor den Zombies retten (die übrigens ab Season zwei nicht mehr langsam schlurfen sondern Dir ordentlich den Hintern versohlen werden, denn ja über Dächer springen – auch das können sie.)

Der Prima-faktor: das App lässt sich mit deiner eigenen Playlist verbinden, das Programm gibts für Android und für Iphone. Zum “Prima-Faktor” zählt auch, dass nach vollendeter Session (30-Minuten oder 60-Minuten) der Radio Mode kommt, der eine eigene Überschrift verdient hat.

Your favorite post civilization radio
es geht weiter mit Musik und zwei Moderatoren, die tatsächlich lustig sind (zumindest die ersten paar Male) und einen mit praktischen Überlebens-Tipps im Zeitalter der Apokalypse ausrüsten. Das ist meines Erachtens das Beste: Das Radio ist ebenso wie die Missions wirklich exzellent produziert: Gute Dialoge, fähige Frauen, Platz für lesbische Love-Stories und ausreichende gruselige Momente. Dudelfunk kann dagegen mal abtauchen, aber eh klar.

Was kann das?
Eigentlich das übliche. Es spuckt am Ende eines Laufes eine Statistik auf. In der “Run-Log” ist festgehalten wie lange man unterwegs war, das Pace und die eigentliche Distanz. Wer übermütig ist kann sich von Zombies jagen lassen und hat damit eine Auswahl von recht fiesen Intervall-Trainings. Ob einen die Zombies packen, hört man an einem unangenehmen Alarm-Ton. Je näher der Ton kommt, desto Zombie. Außerdem kann man lebenswichtige Dinge wie Sport-Bhs, Antibiotika, verschiedene Äxte, Bandagen, Wasser, Auto-Batterien, First-Aid-Kits und Wasserflaschen auf dem Lauf sammeln und damit später seine kleine Stadt tunen. Wer zu langsam ist, verliert alles – auch den Sport-Bh.

Wann geht es los?
Ich habe, wie es sich für ein Zombie Setting gehört, im November 2013 angefangen und kann das uneingeschränkt denjenigen empfehlen, die gerne Geisterbahn fahren und immer enttäuscht sind. Nebel, Regen und Dunkelheit optimiert das Vergnügen. Wenn ihr “Chasing” (übersetzt: Jagen/Jagdmodus) enabled würde ich eine klare, ruhige Lauflinie empfehlen. Ampeln sind Mist. Die ersten Male ist das echt aufregend und es sollen ja alle munter und unverletzt wieder nach Hause kommen.

Also ich habe Spaß und bin in Season zwei angekommen. Zugegeben die vielen “Versorgungs-Runs” sind auch mal langweilig, aber noch überrascht mich die Story und wer gerne läuft, aber ein bißchen Anschub braucht und zudem Zombies mag, wird hier famos getrackt.

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