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Podcasting 1: passiv geht’s auch

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Wer selber Radio machen will, muss erstmal Radio hören. Das gleiche gilt für Podcasts. Podcasts sind Radios für die Hosentasche und sie sind mächtig. Sie sind so mächtig, weil es mittlerweile für fast jede Nische einen eigenen Podcast gibt. Sie sind D.I.Y. (Do-It-Yourself), denn wenn Du Deine Nische, Dein Thema nirgends findest, dann ist das vielleicht der Moment wo Du Deinen eigenen Podcast produzieren solltest.  Sie sind auch deswegen mächtig, weil sie etwas grundlegendes begriffen haben, was Privatradios und zahlreiche Lokalradios schon aus Prinzip verweigern. Sie liefern Content und räumen damit eines der zahlreichen Vorurteile post-moderner Rezipient_innen aus dem Weg:

  • Radio ist nicht per se ein Neben-bei-Medium, das zeigen die Downloadzahlen von This American Life und auch von Wire-Tap und um das ganze in seiner ganzen Schizophrenie auszubreiten:
  • Podcast sind das Beste Neben-bei-Medium, Podcasts hören heißt, keine Angst mehr auf “Warten auf” zu haben. Wer Podcasts hört, wartet nicht mehr. Zumindest bei mir hat sich diese “tote” Zeit erledigt.
  • Gutes Radio braucht keine Musik.

Mit Podcast ist es wie mit dem ins Kino gehen. Wer den Film nicht gesehen hat, sollte nicht darüber lamentieren. Deswegen mal meine Lieblingsliste von den Podcasts, die ich so höre. Im zweiten Teil  werde ich das Lied der Aktivität anstimmen um Euch zu ermuntern selber Podcasts zu machen.

Eigentlich sollte man zwischen Zweitverwertung und “echten” Podcast aus der wie auch immer sog. Internetszene oder noch schlimmer: Community (seid ihr das vielleicht? Nein?) unterscheiden. Ich mache das mal ganz flappsig und offeriere hier mal einen Ausschnitt meiner Hörgewohnheiten, ich traue Euch zu, das  ihr D.I.Y vom Deutschlandradio zu unterscheiden. Ganz abgesehen davon glaube ich, dass gerade die englischsprachigen Podcast, bzw. das Storytelling darin hier ebenso funktionieren kann und was noch viel wichtiger ist: fehlt!

Wenn es mit dem Zeitunglesen morgens nicht so gut klappt:

Wenn es mit dem Feminismus noch nicht so hinhaut: 

  • Die Damen und Opis von heiterscheitern, das famos-queere Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit.
  • NRRRZ über queer-feministisches und nerdiges.
  • selbstverständlich in eigener Sache: die Simulanten  über Alltagskram wie Essen, Unalltägliches wie Yoga- immer im Versuch besonders schräg drauf zu schauen.

Wenn es mit dem F. schon haut und es wissenschaftlich sein soll:

Wenn es mit Englisch nicht so haut:

  • This American Life wegen der [sic] Stimme von Ira Glass und den Geschichten.
  • Wiretap wegen Howard, und wegen der Ringtones zum Downloaden, die O-Töne aus den Episoden sind.
  • NPR: Snap Judgment, weil sie Storytelling in den iTunes Katgorien zur Darstellenden Kunst gemacht haben und natürlich wegen Glynn Washington.
  • Wer gern antikapitalistisches hört und nix gegen Telefoninterviews hat: Against the Grain.

Fürs erste, dann bald zum aktiven Teil. Wenn ihr Hörtipps habt, immer rin damit in die Kommentare!

 

 

 

 

 

 

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